Ratgeber

Sportflatrate: so funktioniert ein Abo für viele Studios

Eine Sportflatrate, also ein Abo für viele Studios, klingt nach unbegrenztem Training überall. In der Praxis gibt es Pläne, Besuchsgrenzen pro Ort und Regeln für Buchung und Check-in. Dieser Ratgeber erklärt, wie solche Mitgliedschaften funktionieren, worauf du vor dem Abschluss achtest, für wen sie sich lohnen und wann ein einzelnes Studio die bessere Wahl ist.

Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit

Was ist eine Mitgliedschaft für mehrere Studios?

Statt eines Vertrags mit einem einzelnen Studio schließt du ein Abo bei einem Anbieter ab, der mit vielen Orten zusammenarbeitet: Fitnessstudios, Yoga- und Pilatesstudios, Schwimmbäder, Kletterhallen, Kampfsport, oft auch Wellness und Sauna. In einer App suchst du dir aus, wo und wann du trainierst.

Der Anbieter bezahlt die Orte für deine Besuche. Du trainierst dort meist wie die Mitglieder, bekommst aber nicht unbedingt alle Leistungen einer eigenen Mitgliedschaft, etwa einen festen Spind, eine persönliche Einweisung oder einen Trainingsplan vom Studio.

Wie funktionieren Pläne und Besuche pro Ort?

Die meisten Anbieter arbeiten mit Stufen. Je höher die Stufe, desto mehr Orte stehen dir offen und desto öfter kannst du an denselben Ort. Beliebte Studios, Wellness oder Klettern sind oft erst in den höheren Stufen dabei.

Wichtig ist die Grenze pro Ort und Monat. Sie ist der Grund, warum das Wort Flatrate selten wörtlich stimmt: Du kannst viel trainieren, aber nicht unbegrenzt am selben Ort. Schau vor dem Abschluss nach, wie viele Besuche dein Lieblingsort im gewünschten Plan erlaubt, und ob du den Plan später wechseln kannst.

Rechne außerdem kurz durch, wie oft du realistisch trainierst. Wer zweimal pro Woche geht, braucht keine höchste Stufe. Wer jeden Tag woanders sein will, stößt in einer niedrigen Stufe schnell an die Grenze.

Ein Beispiel: Du willst zweimal pro Woche ins Studio um die Ecke und einmal im Monat klettern. Dann brauchst du einen Plan, der dein Studio oft genug erlaubt und die Kletterhalle überhaupt enthält. Welche Stufe das ist, zeigt dir die App des Anbieters bei jedem Ort.

Wie laufen Buchung und Check-in?

Kurse buchst du in der App: Ort suchen, Uhrzeit wählen, buchen. Für freies Training an Geräten reicht an vielen Orten der Check-in vor Ort, manche verlangen auch dafür eine Buchung.

Am Eingang zeigst du einen QR-Code auf dem Handy oder scannst einen Code am Empfang. Damit wird der Besuch erfasst und auf dein Kontingent angerechnet. Plane beim ersten Besuch an einem neuen Ort ein paar Minuten mehr ein: Viele Studios zeigen dir kurz Umkleide und Hausregeln, und manche verlangen ein Handtuch oder ein eigenes Schloss für den Spind.

Achte auf die Stornoregeln. Wer einen gebuchten Kurs nicht rechtzeitig absagt, verliert meist den Besuch oder zahlt eine Gebühr. Die Frist legt in der Regel der Ort fest, und sie steht bei jedem Kurs in der App.

Kann man pausieren und kündigen?

Hier unterscheiden sich die Anbieter am stärksten, untereinander und vom klassischen Studiovertrag. Manche Abos laufen monatlich und lassen sich in der App pausieren oder kündigen, andere haben eine Mindestlaufzeit, eine Kündigungsfrist oder Pausen nur gegen Nachweis. Eine Pause ist nützlich bei Urlaub, Verletzung oder einem Monat mit viel Arbeit. Frag nach, ob sie etwas kostet und wie lange sie dauern darf.

In Deutschland lassen sich Verbraucherverträge, die seit März 2022 geschlossen wurden, nach Ablauf der Mindestlaufzeit monatlich kündigen, und für online geschlossene Verträge gibt es einen Kündigungsbutton. In Österreich und der Schweiz gelten andere Regeln. Lies deshalb vor dem Abschluss nach, was für dein Abo gilt.

Für wen lohnt sich ein Abo für mehrere Studios?

Es lohnt sich, wenn du Abwechslung willst: Krafttraining am Montag, Schwimmen am Mittwoch, Yoga am Sonntag. Auch wer viel unterwegs ist, zwischen Zuhause und Büro pendelt oder gerade umgezogen ist, hat Vorteile, wenn er an mehreren Orten trainieren kann.

Und für alle, die erst herausfinden wollen, welcher Sport passt, ist es ein guter Weg, verschiedene Orte auszuprobieren, ohne sich gleich an ein Studio zu binden.

Weniger lohnt es sich, wenn du fast immer ins selbe Studio gehst. Dann ist eine Mitgliedschaft dort oft günstiger, und du bekommst Leistungen, die über ein Netzwerk nicht immer dabei sind. Viele bekommen ein solches Abo übrigens auch über den Arbeitgeber, als Firmenfitness mit Zuschuss. Frag in deiner Personalabteilung nach.

Netzwerk-Abo oder einzelnes Studio: was ist besser?

Keins von beiden ist immer besser. Es kommt darauf an, wie du trainierst und was dir wichtig ist. Ein kurzer Vergleich:

  • Einzelnes Studio: oft günstiger bei häufigen Besuchen am selben Ort, Trainerinnen und Trainer, die dich kennen, eine feste Gemeinschaft. Dafür weniger Auswahl
  • Netzwerk-Abo: viel Auswahl, ideal für Abwechslung und unterwegs, monatlich oft flexibler. Dafür Besuchsgrenzen pro Ort und manchmal weniger persönliche Betreuung
  • Beides zusammen: eine Mitgliedschaft dort, wo du am meisten trainierst, und ein Netzwerk-Abo, wenn du regelmäßig auch woanders hinwillst. Das lohnt sich nur, wenn du beides regelmäßig nutzt

Wie funktioniert Yeki Pass?

Yeki Pass, das Fitness-Abo für mehrere Studios, hat drei Pläne: S, M und L. Je höher der Plan, desto mehr Orte und desto mehr Besuche pro Ort. Den Plan wechselst du jederzeit in der App. So läuft es im Alltag:

Plus ist in jedem Plan inklusive: Trainingsplan, Fortschritte, ein Ernährungstagebuch mit Makros und deine ganze Historie, egal wo du trainierst. Der Pass verlängert sich jeden Monat, und du pausierst oder kündigst in der App. Wenn du schon Mitglied in einem Studio bist, bleibt deine Mitgliedschaft, wie sie ist, und du nutzt sie in derselben App.

  • Suchen nach Sportart, Gegend und Uhrzeit, mit den freien Plätzen
  • Einen Kurs mit einem Tipp buchen, und der QR-Code zum Einchecken ist sofort bereit
  • Bei jedem Ort sehen, wie viele Besuche dir diesen Monat noch bleiben
  • In der App stornieren, bis zu der Frist, die der Ort festlegt
  • Fitnessstudios, Gruppenkurse, Yoga, Pilates, Schwimmbäder, Klettern, Kampfsport, Tanz, Indoor Cycling, Wellness und Sauna
Die Startseite der Yeki-App mit dem nächsten Kurs und dem Code zum Einchecken.

Häufige Fragen zum Abo für mehrere Studios

Ist eine Sportflatrate unbegrenzt?

Selten. Meist kannst du an viele Orte gehen, aber an jeden Ort nur eine bestimmte Zahl an Besuchen im Monat, je nach Plan. Schau vor dem Abschluss nach, wie viele Besuche dein Lieblingsort erlaubt.

Wie oft kann ich mit einem Abo für mehrere Studios trainieren?

Insgesamt oft sehr viel, pro Ort aber begrenzt. Die Grenze hängt vom Plan ab und steht in der Regel in der App bei jedem Ort.

Kann ich so ein Abo ohne Arbeitgeber abschließen?

Bei vielen Anbietern ja, als private Mitgliedschaft. Manche Netzwerke gibt es dagegen nur über Unternehmen. Prüfe vorher, ob du dich selbst anmelden kannst.

Was passiert, wenn ich einen gebuchten Kurs verpasse?

Meist zählt der Besuch trotzdem, oder es fällt eine Gebühr an. Sag deshalb rechtzeitig in der App ab, vor der Frist, die der Ort festlegt.

Lohnt sich ein Abo für mehrere Studios, wenn ich schon Mitglied in einem Studio bin?

Nur, wenn du regelmäßig auch woanders trainieren willst, etwa im Schwimmbad oder beim Klettern. Sonst reicht deine bestehende Mitgliedschaft.

Das App-Symbol von Yeki

Die Yeki-App

Kostenlos für alle, die mit einem Studio oder einem Profi auf Yeki trainieren.