Ratgeber

Firmenfitness einführen: Ablauf, Kosten, Rabatte und Datenschutz

Firmenfitness einzuführen ist weniger Aufwand, als viele Personalabteilungen erwarten, wenn ein paar Entscheidungen vorher stehen: welches Modell, wie viel Zuschuss, ob Rabatte in Studios nahe dem Büro dazugehören und wie Sie die Nutzung messen, ohne Menschen zu überwachen. Dieser Ratgeber geht die Schritte der Reihe nach durch, für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit

Welche Modelle für Firmenfitness gibt es?

Firmenfitness ist oft Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) oder der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). In der Schweiz spricht man eher von Fringe Benefits oder Gehaltsnebenleistungen. Gemeint ist dasselbe: Das Unternehmen unterstützt Bewegung und Sport seiner Mitarbeitenden.

In der Praxis wählen Unternehmen meist eines von drei Modellen:

  • Zuschuss zum eigenen Studio: Mitarbeitende reichen ihren Beitrag ein, das Unternehmen zahlt einen Teil. Einfach, aber mit Aufwand bei jeder Abrechnung und ohne Überblick über die Nutzung
  • Ein Netzwerk für Firmenfitness: ein Fitness-Abo für mehrere Studios, Schwimmbäder und Kurse, abgerechnet über einen Anbieter. Die Mitarbeitenden wählen selbst, wo sie trainieren
  • Ein eigenes Angebot: Kurse im Büro, ein Vertragsstudio in der Nähe oder Betriebssport. Gut für einen einzelnen Standort, schwierig für verteilte Teams und Homeoffice

Worauf sollten Sie bei einem Angebot achten?

Ein Benefit wirkt nur, wenn er genutzt wird. Die wichtigsten Fragen an jeden Anbieter drehen sich deshalb um Auswahl, Flexibilität und Aufwand, nicht nur um den Preis. Eine vollständige Liste der Kriterien finden Sie im Ratgeber Firmenfitness-Anbieter vergleichen.

Fragen Sie außerdem, ob es für das Unternehmen eine Mindestvertragslaufzeit gibt und was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt. Prüfen Sie diese Punkte:

  • Freie Wahl: Sportarten und Orte nahe Zuhause und Büro, nicht ein einziges Studio
  • Flexibler Zuschuss: ganz oder teilweise, mit der Möglichkeit, privat einen höheren Tarif zu wählen
  • Bezahlung nur für Personen, die den Benefit aktiviert haben, statt einer Pauschale für die ganze Belegschaft
  • Keine oder eine niedrige Mindestzahl, damit auch kleine Teams starten können
  • Einfache Verwaltung: Personen hinzufügen und entfernen, eine Abrechnung im Monat
  • Datenschutz, der die Privatsphäre der Mitarbeitenden schützt

Was kostet Firmenfitness pro Mitarbeitendem?

Die meisten Netzwerke rechnen pro teilnehmender Person und Monat ab. Das Unternehmen trägt einen festen Anteil, die Mitarbeitenden zahlen den Rest selbst, und höhere Tarife kosten sie mehr. Preise für Unternehmen stehen selten öffentlich, sie kommen mit dem Angebot.

Für Ihre Kalkulation zählt weniger der Preis pro Kopf als der Preis pro genutzter Mitgliedschaft. Zahlen Sie für alle, aber nur ein Teil trainiert, wird jede einzelne Teilnahme teuer. Achten Sie deshalb darauf, ob Sie für die ganze Belegschaft zahlen oder nur für die, die den Benefit aktiviert haben.

Rechnen Sie dazu den internen Aufwand: Wer prüft Belege, wer pflegt Listen, wer beantwortet Fragen? Ein Modell mit einer einzigen Abrechnung im Monat spart hier oft mehr als ein paar Prozent beim Preis.

Zur Steuer nur so viel: Ob und wie Firmenfitness steuerlich begünstigt ist, hängt von Land und Modell ab. Die Regeln in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit den amtlichen Quellen erklärt unser Ratgeber zu Firmenfitness und Steuern, und die Entscheidung für Ihr Modell trifft Ihre Steuerberatung.

Wie messen Sie die Nutzung, ohne Menschen zu überwachen?

Sie wollen wissen, ob sich der Benefit lohnt. Ihre Mitarbeitenden wollen nicht, dass der Arbeitgeber weiß, wer wann wo trainiert. Beides geht zusammen, wenn Sie nur Summen sehen.

Sinnvolle Kennzahlen sind: wie viele Personen den Benefit aktiviert haben, wie viele ihn im Monat nutzen und wie sich das über die Zeit entwickelt. Was Sie nicht brauchen, sind Namen, Orte und Uhrzeiten einzelner Personen. Solche Daten sind sensibel und kosten Vertrauen, sobald jemand davon erfährt.

Binden Sie vor dem Start Ihre Datenschutzbeauftragten ein und, falls vorhanden, den Betriebsrat. Die Teilnahme sollte freiwillig sein, und niemand sollte Nachteile haben, wenn er nicht mitmacht.

Was bringen Rabatte in Studios nahe dem Büro?

Nicht jedes Unternehmen will gleich eine Mitgliedschaft für viele Orte bezahlen. Ein guter Einstieg sind Rabatte für Ihre Mitarbeitenden in ein paar Studios, die Sie selbst auswählen, zum Beispiel in Laufweite vom Büro. Das macht Training in der Mittagspause oder nach der Arbeit einfach, und das Unternehmen trägt nicht den ganzen Beitrag.

Rabatte passen auch als Ergänzung zu einem Netzwerk: dort, wo Ihr Team ohnehin trainiert, oder an einem Standort, an dem das Netzwerk wenige Orte hat. Fragen Sie im Team, welche Studios schon genutzt werden, bevor Sie auswählen.

Wie führen Sie Firmenfitness Schritt für Schritt ein?

Kommunikation entscheidet mehr als der Preis: Ein Benefit, den niemand kennt, wird nicht genutzt. Planen Sie den Start deshalb wie ein kleines Projekt, mit einer verantwortlichen Person und einem festen Termin. So kann der Ablauf aussehen:

  • Bedarf klären: eine kurze, anonyme Umfrage, wer was nutzen würde
  • Modell und Zuschuss festlegen, die steuerliche Behandlung prüfen lassen
  • Datenschutz und, falls vorhanden, Betriebsrat einbinden
  • Den Start ankündigen, am besten mit einer gemeinsamen Aktion wie einer Team-Challenge
  • Nach drei und nach sechs Monaten auf die Summen schauen: Wie viele haben aktiviert, wie viele nutzen es regelmäßig?
  • Eine Regel für Austritte festlegen, damit niemand weiter bezahlt wird, der nicht mehr im Unternehmen ist

Wie funktioniert Firmenfitness mit Yeki Pass?

Mit Yeki Pass legen Sie fest, wie viel das Unternehmen übernimmt, den ganzen Plan oder einen Teil davon. Wer einen höheren Plan möchte, zahlt die Differenz. Alle bekommen eine Einladung, laden die App und wählen Plan und Orte. Sie zahlen einmal im Monat, nur für Personen, die den Pass aktiviert haben.

Sie sehen nur Summen: wie viele den Pass haben und wie oft sie ihn nutzen, nie wer, wo oder wann. Es gibt keine Mindestzahl. Wer das Unternehmen verlässt, wird von der Liste genommen, der Pass endet zum Monatsende und kann auf eigenen Namen weiterlaufen. Mit dem Angebot schicken wir Ihnen Hinweise, wie der Pass in Ihrem Land eingeordnet wird. Ihre Mitarbeitenden bekommen dazu:

  • Fitnessstudios, Studios, Schwimmbäder und Sportzentren, je nach gewähltem Plan
  • Plus inklusive: Trainingspläne, Fortschritte, Ernährung und die ganze Historie in der App
  • Rabatte in Studios, die Sie auswählen, zum Beispiel ein paar in Büronähe
  • Partnerrabatte bei Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, Events und Shops im Netzwerk
  • Team-Challenges zwischen Kollegen und Standorten, mit einer Rangliste, die sich nach jedem Training aktualisiert
Eine Team-Challenge in der Yeki-App, mit der Rangliste der Teams.

Häufige Fragen zur Firmenfitness

Was kostet Firmenfitness pro Mitarbeiter?

Das hängt vom Modell ab. Netzwerke rechnen meist pro teilnehmender Person und Monat ab, das Unternehmen trägt einen Anteil, den Rest zahlen die Mitarbeitenden. Achten Sie darauf, ob Sie für alle zahlen oder nur für die, die den Benefit aktiviert haben.

Können wir Rabatte in Studios nahe dem Büro anbieten?

Ja. Yeki vereinbart für Ihre Mitarbeitenden Rabatte in Studios, die Sie auswählen, zum Beispiel in Büronähe. Das geht als Einstieg oder zusätzlich zum Pass.

Was sieht der Arbeitgeber, wenn Mitarbeitende Firmenfitness nutzen?

Das hängt vom Anbieter ab, und Sie sollten es vor dem Vertrag klären. Für die Bewertung des Benefits reichen Summen: wie viele aktiviert haben und wie viele ihn nutzen. Namen, Orte und Uhrzeiten einzelner Personen braucht kein Arbeitgeber.

Ab wie vielen Mitarbeitenden lohnt sich Firmenfitness?

Es gibt keine feste Zahl. Auch für ein kleines Team kann sich ein Benefit lohnen, wenn der Anbieter keine Mindestzahl verlangt und Sie nur für aktive Teilnehmende zahlen.

Was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt?

Das regelt der Vertrag mit dem Anbieter. Üblich ist, dass die Person von der Liste genommen wird und die Mitgliedschaft zum Monatsende endet. Manche Anbieter erlauben, sie privat weiterzuführen.

Das App-Symbol von Yeki

Die Yeki-App

Kostenlos für alle, die mit einem Studio oder einem Profi auf Yeki trainieren.