Ratgeber

Online Personal Trainer werden: so starten Sie mit Online-Coaching

Wer Online Personal Trainer werden will, braucht mehr als einen Account und ein paar Trainingspläne. Online-Coaching funktioniert, wenn Sie wissen, wen Sie betreuen, was Sie anbieten und wie viel Zeit jede Kundin kostet. Dieser Ratgeber geht die Schritte durch: Qualifikation, Zielgruppe, Angebot, Preise, die ersten Kunden und die Werkzeuge, mit denen Sie nicht in Tabellen und Messengern untergehen.

Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit

Welche Qualifikation brauchen Sie?

„Personal Trainer“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung, auch in Österreich und der Schweiz sagt der Titel allein wenig. Gerade deshalb achten Kundinnen und Kunden auf Nachweise. Eine anerkannte Trainerlizenz, etwa die B- oder A-Lizenz, oder ein Studium der Sportwissenschaft sind eine gute Grundlage. Fortbildungen für Ihr Fachgebiet machen Sie unterscheidbar.

Zwei Grenzen gelten auch online. Ernährungspläne gehören in die Hände einer Fachkraft für Ernährung, nicht des Trainers. Und wer Beschwerden oder Verletzungen hat, gehört zuerst zu Ärztin oder Physiotherapeut.

Klären Sie außerdem Anmeldung, Steuern und Versicherung, bevor die erste Rechnung rausgeht. Ansprechpartner sind je nach Land Finanzamt, IHK oder Wirtschaftskammer, und eine Berufshaftpflicht gehört dazu.

Wen wollen Sie betreuen?

Online-Coaching für alle ist Online-Coaching für niemanden. Je klarer Sie wissen, wem Sie helfen, desto leichter fällt es Ihnen, Pläne zu schreiben, Videos zu bewerten und Kunden zu finden.

Online passt besonders zu Menschen mit etwas Trainingserfahrung, die allein trainieren können und Struktur und Rückmeldung suchen. Wer ganz am Anfang steht, profitiert oft von ein paar Stunden vor Ort. Mögliche Schwerpunkte sind:

  • Ein Ziel: Kraftaufbau, Laufen, Rücken stärken, Training nach einer Schwangerschaft
  • Eine Lebenslage: Schichtarbeit, viel Reisen, wenig Zeit, Training zu Hause
  • Eine Sportart: Vorbereitung auf eine Saison, einen Wettkampf, eine Prüfung

Was bieten Sie an?

Der Kern von gutem Online-Coaching ist immer gleich: ein Plan, der für die Person geschrieben ist, Rückmeldung zur Technik und jemand, der nachfragt. Legen Sie fest, was genau dazugehört, und schreiben Sie es auf, damit beide Seiten wissen, woran sie sind.

Ihr Angebot sollte eine Kundin in einer Minute verstehen: was sie jede Woche bekommt, wie schnell Sie antworten und wie sie kündigt. Klare Regeln schützen auch Sie, etwa vor Nachrichten um Mitternacht, die eine sofortige Antwort erwarten. Bewährt haben sich diese Bausteine:

  • Ein Plan nach einem ersten Gespräch, nie eine Vorlage, die sofort nach der Zahlung kommt
  • Technik-Feedback auf Videos, mit konkreten Hinweisen statt „sieht gut aus“
  • Ein fester Rhythmus für Rückblick und Anpassung des Plans, zum Beispiel jede Woche
  • Chat für Fragen, mit einer Antwortzeit, die Sie zusagen und einhalten können
  • Auf Wunsch Termine vor Ort oder per Video, als Ergänzung

Wie legen Sie Ihre Preise fest?

Im Markt reichen die Preise von fertigen Plänen für wenig Geld bis zu persönlichem Coaching mit Plan, Chat und Videofeedback, das meist im zweistelligen bis unteren dreistelligen Eurobereich pro Monat liegt. Wo Sie landen, hängt weniger vom Markt ab als von Ihrer Rechnung.

Schätzen Sie, wie viele Stunden Sie pro Kundin im Monat brauchen: Plan schreiben, Videos ansehen, Chat, Anpassungen. Multiplizieren Sie diese Zeit mit dem Stundensatz, den Sie verdienen wollen, und rechnen Sie Steuern, Versicherung und Werkzeuge dazu. So sehen Sie, wie viele Kunden Sie brauchen und ob Ihr Preis trägt.

Ein Monatspreis ohne lange Bindung macht den Einstieg leicht. Pakete oder eine Mischung aus Online-Betreuung und Terminen vor Ort sind für viele Trainer ein guter zweiter Schritt.

Wie finden Sie die ersten Kunden?

Die ersten Online-Kunden kommen meist aus Ihrem Umfeld: Menschen, die Sie schon vor Ort betreuen, die umziehen oder weniger Zeit haben, und Empfehlungen. Zeigen Sie Ergebnisse, aber nur mit Zustimmung der Personen, und beschreiben Sie den Weg, nicht nur das Vorher-nachher-Foto.

In Yeki sehen Menschen, die einen Profi suchen, Ihre Ergebnisse und Bewertungen und können Ihnen im Chat schreiben, bevor sie etwas bezahlen. Ein kurzes Gespräch vor dem Start spart Ihnen Kunden, die nicht zu Ihnen passen. Worauf Kundinnen bei der Wahl achten, steht in unserem Ratgeber Online Personal Trainer finden.

Die Suche in der Yeki-App, nach Personen und Studios.

Welche Werkzeuge brauchen Sie?

Viele Trainer starten mit Tabellen, PDFs und Messenger. Das geht bei drei Kunden, bei zwanzig nicht mehr: Pläne liegen in Postfächern, Videos im privaten Handy, Zahlungen auf einer Liste. Eine Online-Coaching App, in der Plan, Videos, Chat, Termine und Bezahlung an einem Ort liegen, spart jede Woche Stunden.

Achten Sie bei jeder Software auf die Kosten pro Kunde. Viele Programme verlangen eine Monatsgebühr, die mit jeder Kundin steigt. Und weil Sie mit Daten über Gesundheit und Körper arbeiten, gehört der Datenschutz auf die Liste, bevor Sie sich entscheiden.

Wie arbeiten Sie als Online-Coach mit Yeki?

Yeki ist für Trainer kostenlos: keine Monatsgebühr, keine Gebühr pro Kunde. Alles, was Sie für Online-Coaching brauchen, liegt in der App Ihrer Kundinnen und Kunden:

  • Trainingspläne und Zirkel mit Übungsvideos, Sätzen, Wiederholungen und Gewichten
  • Ihre Kundin trägt beim Training Gewichte und Wiederholungen selbst ein
  • Bestleistungen, Körpermaße und Vorher-nachher-Vergleiche über den ganzen Verlauf
  • Chat gleich neben dem Plan, für Fragen, Videos und Anpassungen
  • Sessions und Pakete, die in der App gebucht und bezahlt werden, mit dem Geld direkt auf Ihrem Konto, auch in Raten
  • Eine Fachkraft für Ernährung, die mit der Software für Ernährungsberatung in derselben App den Ernährungsplan schreibt
Der Zirkel-Editor in der Yeki-App, mit Übungen und Runden.

Häufige Fragen zum Start als Online-Coach

Braucht man eine Lizenz, um Online-Coaching anzubieten?

Gesetzlich ist der Titel Personal Trainer in Deutschland nicht geschützt. Eine anerkannte Lizenz oder ein Studium ist trotzdem die Grundlage, auf die Kundinnen und Kunden achten, und für Ernährungspläne braucht es eine Fachkraft für Ernährung.

Was verdient ein Online Personal Trainer?

Das hängt von Preis, Zahl der Kunden und Zeit pro Kunde ab. Rechnen Sie aus, wie viele Stunden eine Kundin im Monat kostet, und ziehen Sie Steuern, Versicherung und Werkzeuge ab. Pauschale Zahlen aus dem Netz sagen über Ihr Geschäft wenig.

Wie viele Online-Kunden kann ein Trainer betreuen?

So viele, wie Sie gut betreuen können. Wer jede Woche Videos ansieht und den Plan anpasst, braucht pro Person mehr Zeit als jemand, der nur einmal im Monat schaut. Legen Sie fest, wie viel Zeit Ihnen jede Kundin wert ist, und rechnen Sie von dort.

Was kostet eine App für Online-Coaching?

Viele Programme verlangen eine Monatsgebühr, oft gestaffelt nach Zahl der Kunden. Yeki ist für Trainer kostenlos. Wer in der App kauft, zahlt eine kleine Servicegebühr, die vor dem Bezahlen angezeigt wird und die Sie auch selbst übernehmen können.

Darf ich als Personal Trainer Ernährungspläne schreiben?

Ernährungspläne gehören in die Hände einer Fachkraft für Ernährung. In Yeki schreibt sie nie der Trainer, sondern eine Ernährungsfachkraft, die in derselben App arbeitet wie Sie.

Kann ich Online-Coaching neben einem Job im Studio anbieten?

Ja, viele Trainer starten so. Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob Nebentätigkeiten erlaubt sind und ob es Regeln für Kundinnen aus dem Studio gibt, und mit dem Finanzamt, wie Sie die Tätigkeit anmelden.

Das App-Symbol von Yeki

Die Yeki-App

Kostenlos für alle, die mit einem Studio oder einem Profi auf Yeki trainieren.