Welche Qualifikation brauchen Sie?
„Personal Trainer“ ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung, auch in Österreich und der Schweiz sagt der Titel allein wenig. Gerade deshalb achten Kundinnen und Kunden auf Nachweise. Eine anerkannte Trainerlizenz, etwa die B- oder A-Lizenz, oder ein Studium der Sportwissenschaft sind eine gute Grundlage. Fortbildungen für Ihr Fachgebiet machen Sie unterscheidbar.
Zwei Grenzen gelten auch online. Ernährungspläne gehören in die Hände einer Fachkraft für Ernährung, nicht des Trainers. Und wer Beschwerden oder Verletzungen hat, gehört zuerst zu Ärztin oder Physiotherapeut.
Klären Sie außerdem Anmeldung, Steuern und Versicherung, bevor die erste Rechnung rausgeht. Ansprechpartner sind je nach Land Finanzamt, IHK oder Wirtschaftskammer, und eine Berufshaftpflicht gehört dazu.
Wen wollen Sie betreuen?
Online-Coaching für alle ist Online-Coaching für niemanden. Je klarer Sie wissen, wem Sie helfen, desto leichter fällt es Ihnen, Pläne zu schreiben, Videos zu bewerten und Kunden zu finden.
Online passt besonders zu Menschen mit etwas Trainingserfahrung, die allein trainieren können und Struktur und Rückmeldung suchen. Wer ganz am Anfang steht, profitiert oft von ein paar Stunden vor Ort. Mögliche Schwerpunkte sind:
- Ein Ziel: Kraftaufbau, Laufen, Rücken stärken, Training nach einer Schwangerschaft
- Eine Lebenslage: Schichtarbeit, viel Reisen, wenig Zeit, Training zu Hause
- Eine Sportart: Vorbereitung auf eine Saison, einen Wettkampf, eine Prüfung
Was bieten Sie an?
Der Kern von gutem Online-Coaching ist immer gleich: ein Plan, der für die Person geschrieben ist, Rückmeldung zur Technik und jemand, der nachfragt. Legen Sie fest, was genau dazugehört, und schreiben Sie es auf, damit beide Seiten wissen, woran sie sind.
Ihr Angebot sollte eine Kundin in einer Minute verstehen: was sie jede Woche bekommt, wie schnell Sie antworten und wie sie kündigt. Klare Regeln schützen auch Sie, etwa vor Nachrichten um Mitternacht, die eine sofortige Antwort erwarten. Bewährt haben sich diese Bausteine:
- Ein Plan nach einem ersten Gespräch, nie eine Vorlage, die sofort nach der Zahlung kommt
- Technik-Feedback auf Videos, mit konkreten Hinweisen statt „sieht gut aus“
- Ein fester Rhythmus für Rückblick und Anpassung des Plans, zum Beispiel jede Woche
- Chat für Fragen, mit einer Antwortzeit, die Sie zusagen und einhalten können
- Auf Wunsch Termine vor Ort oder per Video, als Ergänzung
Wie legen Sie Ihre Preise fest?
Im Markt reichen die Preise von fertigen Plänen für wenig Geld bis zu persönlichem Coaching mit Plan, Chat und Videofeedback, das meist im zweistelligen bis unteren dreistelligen Eurobereich pro Monat liegt. Wo Sie landen, hängt weniger vom Markt ab als von Ihrer Rechnung.
Schätzen Sie, wie viele Stunden Sie pro Kundin im Monat brauchen: Plan schreiben, Videos ansehen, Chat, Anpassungen. Multiplizieren Sie diese Zeit mit dem Stundensatz, den Sie verdienen wollen, und rechnen Sie Steuern, Versicherung und Werkzeuge dazu. So sehen Sie, wie viele Kunden Sie brauchen und ob Ihr Preis trägt.
Ein Monatspreis ohne lange Bindung macht den Einstieg leicht. Pakete oder eine Mischung aus Online-Betreuung und Terminen vor Ort sind für viele Trainer ein guter zweiter Schritt.
Wie finden Sie die ersten Kunden?
Die ersten Online-Kunden kommen meist aus Ihrem Umfeld: Menschen, die Sie schon vor Ort betreuen, die umziehen oder weniger Zeit haben, und Empfehlungen. Zeigen Sie Ergebnisse, aber nur mit Zustimmung der Personen, und beschreiben Sie den Weg, nicht nur das Vorher-nachher-Foto.
In Yeki sehen Menschen, die einen Profi suchen, Ihre Ergebnisse und Bewertungen und können Ihnen im Chat schreiben, bevor sie etwas bezahlen. Ein kurzes Gespräch vor dem Start spart Ihnen Kunden, die nicht zu Ihnen passen. Worauf Kundinnen bei der Wahl achten, steht in unserem Ratgeber Online Personal Trainer finden.
Welche Werkzeuge brauchen Sie?
Viele Trainer starten mit Tabellen, PDFs und Messenger. Das geht bei drei Kunden, bei zwanzig nicht mehr: Pläne liegen in Postfächern, Videos im privaten Handy, Zahlungen auf einer Liste. Eine Online-Coaching App, in der Plan, Videos, Chat, Termine und Bezahlung an einem Ort liegen, spart jede Woche Stunden.
Achten Sie bei jeder Software auf die Kosten pro Kunde. Viele Programme verlangen eine Monatsgebühr, die mit jeder Kundin steigt. Und weil Sie mit Daten über Gesundheit und Körper arbeiten, gehört der Datenschutz auf die Liste, bevor Sie sich entscheiden.
Wie arbeiten Sie als Online-Coach mit Yeki?
Yeki ist für Trainer kostenlos: keine Monatsgebühr, keine Gebühr pro Kunde. Alles, was Sie für Online-Coaching brauchen, liegt in der App Ihrer Kundinnen und Kunden:
- Trainingspläne und Zirkel mit Übungsvideos, Sätzen, Wiederholungen und Gewichten
- Ihre Kundin trägt beim Training Gewichte und Wiederholungen selbst ein
- Bestleistungen, Körpermaße und Vorher-nachher-Vergleiche über den ganzen Verlauf
- Chat gleich neben dem Plan, für Fragen, Videos und Anpassungen
- Sessions und Pakete, die in der App gebucht und bezahlt werden, mit dem Geld direkt auf Ihrem Konto, auch in Raten
- Eine Fachkraft für Ernährung, die mit der Software für Ernährungsberatung in derselben App den Ernährungsplan schreibt