Ratgeber

Firmenfitness-Anbieter vergleichen: worauf Sie achten sollten

Wer Firmenfitness-Anbieter vergleicht, schaut oft zuerst auf den Preis pro Kopf. Wichtiger ist, wofür Sie bezahlen, wie lange Sie sich binden, was Sie über Ihre Mitarbeitenden erfahren und ob es in der Nähe Ihrer Leute überhaupt Orte zum Trainieren gibt. Dieser Ratgeber geht die Kriterien der Reihe nach durch, nach Arten von Angeboten statt nach Namen, damit Sie jedes Angebot mit denselben Fragen prüfen können.

Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit

Welche Arten von Angeboten gibt es?

Auf dem Markt begegnen Ihnen vor allem vier Arten. Sie schließen sich nicht aus, viele Unternehmen kombinieren zwei davon. Für Teams unter 20 Personen lohnt außerdem ein Blick in unseren Ratgeber Firmenfitness für kleine Unternehmen.

Welche Art passt, hängt von Ihrem Team ab. Arbeiten alle an einem Standort, reichen oft ein oder zwei Studios in der Nähe. Arbeiten Ihre Leute verteilt oder im Homeoffice, braucht es ein Angebot, das an vielen Orten funktioniert. Die vier Arten im Überblick:

  • Große Netzwerke: ein Fitness-Abo für mehrere Studios, Schwimmbäder und Kurse, oft in Stufen mit Eigenanteil
  • Plattformen für Mitarbeiterbenefits: ein Budget, das Mitarbeitende für Sport und andere Leistungen ausgeben
  • Verträge mit einzelnen Studios: Rabatte oder Firmentarife in einem oder wenigen Studios in Büronähe
  • Eigene Angebote: Kurse im Büro, Betriebssport, ein Raum mit Geräten

Zahlen Sie pro Kopf oder pro aktiver Person?

Das ist die wichtigste Frage beim Preis. Manche Anbieter berechnen eine Pauschale für die ganze Belegschaft, egal wer mitmacht. Andere berechnen nur Personen, die den Benefit aktiviert haben. Wieder andere rechnen nach Besuchen ab.

Eine Pauschale ist planbar, wird aber teuer, wenn nur ein Teil trainiert. Eine Abrechnung pro aktiver Person schwankt, dafür zahlen Sie nur, was genutzt wird. Rechnen Sie beide Modelle mit einer vorsichtigen Annahme durch, wie viele Ihrer Mitarbeitenden mitmachen, und fragen Sie, wie hoch der Eigenanteil der Mitarbeitenden in den einzelnen Stufen ist.

Bei einer Pauschale teilen Sie den Gesamtpreis durch die Zahl der Personen, die tatsächlich trainieren. Erst diese Zahl zeigt, was eine genutzte Mitgliedschaft kostet.

Welche Laufzeit und welche Mindestzahl sind üblich?

Viele Verträge für Unternehmen haben eine Mindestlaufzeit, eine Kündigungsfrist und manchmal eine Mindestzahl an Teilnehmenden. Das ist nicht ungewöhnlich, aber es sollte zu Ihnen passen. Ein Team, das zum ersten Mal Firmenfitness anbietet, weiß noch nicht, wie viele mitmachen.

Fragen Sie ausdrücklich: Ab wann und mit welcher Frist können Sie kündigen? Gibt es eine Mindestzahl, und was passiert, wenn Sie darunter fallen? Wie werden Mitarbeitende aufgenommen und entfernt, und ab wann zahlen Sie nicht mehr für jemanden, der das Unternehmen verlassen hat? Für einen ersten Versuch lohnt die Frage nach einer kurzen Laufzeit oder einer Testphase.

Was sieht das Unternehmen?

Manche Anbieter zeigen nur Summen, andere Auswertungen bis hinunter zur einzelnen Person. Für die Bewertung des Benefits reichen Summen: wie viele aktiviert haben, wie viele ihn im Monat nutzen und wie sich das entwickelt.

Namen, Orte und Uhrzeiten einzelner Personen brauchen Sie nicht, und sie kosten Vertrauen. Binden Sie vor dem Vertrag Ihre Datenschutzbeauftragten und, falls vorhanden, den Betriebsrat ein.

Fragen Sie auch, wer im Unternehmen Zugriff auf die Auswertungen bekommt und ob Mitarbeitende selbst sehen können, was über sie gespeichert ist.

Gibt es Orte in der Nähe Ihrer Mitarbeitenden?

Ein großes Netzwerk hilft wenig, wenn die nächsten Orte eine halbe Stunde entfernt sind. Fragen Sie nach Partnern in der Nähe Ihrer Standorte und der Wohnorte Ihrer Mitarbeitenden, ohne einzelne Adressen herauszugeben: Die Postleitzahlen-Bereiche reichen.

Achten Sie auf die Auswahl an Sportarten und auf Grenzen pro Ort. Wo das Netzwerk dünn ist, sind Rabatte in einigen ausgewählten Studios in Büronähe eine gute Ergänzung. Fragen Sie auch, ob neue Orte dazukommen können, wenn Ihr Team einen Wunsch hat, etwa ein bestimmtes Schwimmbad oder eine Kletterhalle.

Wie melden sich Mitarbeitende an?

Je einfacher die Anmeldung, desto mehr machen mit. Im besten Fall bekommen alle eine Einladung, laden eine App und wählen ihren Plan selbst. Formulare, Belege und Freigaben per E-Mail kosten jede Woche Zeit, auf beiden Seiten.

Prüfen Sie außerdem, wie Mitarbeitende den Plan wechseln, pausieren oder privat weiterführen können, wenn sie das Unternehmen verlassen. Ist Ihr Team international, achten Sie auch auf die Sprachen von App und Support.

Wie schneidet Yeki Pass bei diesen Kriterien ab?

Mit Yeki Pass zahlen Sie nur für Personen, die den Pass aktiviert haben, mit einer Abrechnung pro Monat und einer monatlich aktualisierten Liste. Sie legen fest, ob das Unternehmen den ganzen Plan oder einen Teil übernimmt, und wer einen höheren Plan möchte, zahlt die Differenz.

Mit dem Angebot schicken wir Ihnen außerdem Hinweise, wie der Pass in Ihrem Land eingeordnet wird, als Ergänzung zu unserem Ratgeber Firmenfitness und Steuern. Prüfen Sie Yeki Pass mit denselben Fragen wie jedes andere Angebot, und legen Sie die Antworten nebeneinander.

  • Keine Mindestzahl an Mitarbeitenden, für ein kleines Büro genauso wie für mehrere Standorte
  • Nur Summen: wie viele den Pass haben und wie oft sie ihn nutzen, nie wer, wo oder wann
  • Fitnessstudios, Studios, Schwimmbäder und Sportzentren, je nach Plan, dazu Plus mit Trainingsplänen und Fortschritten
  • Rabatte für Ihre Mitarbeitenden in Studios, die Sie auswählen, zum Beispiel ein paar in Büronähe
  • Partnerrabatte bei Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, Events und Shops, und Team-Challenges mit Rangliste
  • Einladung, App, Plan wählen: Wer geht, wird von der Liste genommen und kann den Pass auf eigenen Namen weiterführen
Eine Team-Challenge in der Yeki-App, mit der Rangliste der Teams.

Häufige Fragen zum Vergleich

Welcher Firmenfitness-Anbieter ist der beste?

Keiner ist für alle der beste. Entscheidend ist, ob es Orte in der Nähe Ihrer Mitarbeitenden gibt, wofür Sie bezahlen, wie lange Sie sich binden und was Sie über Ihre Mitarbeitenden sehen. Prüfen Sie jedes Angebot mit denselben Fragen.

Was ist besser: Pauschale oder Abrechnung pro aktiver Person?

Eine Pauschale ist planbar und lohnt sich, wenn sehr viele mitmachen. Eine Abrechnung pro aktiver Person ist fairer, wenn Sie noch nicht wissen, wie viele den Benefit nutzen werden.

Müssen Mitarbeitende einen Eigenanteil zahlen?

Das entscheiden Sie. Viele Unternehmen übernehmen einen festen Teil, und Mitarbeitende zahlen den Rest oder die Differenz zu einem höheren Plan selbst.

Was tun, wenn ein Anbieter in unserer Gegend kaum Partner hat?

Fragen Sie nach Rabatten in einzelnen Studios, die Sie selbst auswählen, zum Beispiel in Büronähe. Das lässt sich gut mit einem Netzwerk kombinieren.

Wie lange dauert die Einführung von Firmenfitness?

Mit einem Anbieter, der per App einlädt, oft nur wenige Wochen: Angebote prüfen, Zuschuss festlegen, Datenschutz und Betriebsrat einbinden, ankündigen. Die meiste Zeit kostet die Abstimmung im Haus, nicht die Technik.

Können wir den Anbieter später wechseln?

Das hängt von Laufzeit und Kündigungsfrist ab. Klären Sie beides vor dem Vertrag, und fragen Sie, ob Mitarbeitende ihre Mitgliedschaft privat weiterführen können.

Das App-Symbol von Yeki

Die Yeki-App

Kostenlos für alle, die mit einem Studio oder einem Profi auf Yeki trainieren.